Interview in der Huffington Post vom 9. Dezember 2018

»Wir wollen alle weniger arbeiten – so könnte das bald Realität werden
Teilzeit liegt europaweit im Trend.«

huffingtonpost.de
huffingtonpost.de

»Immer mehr Menschen hinterfragen die 40-Stunden-Woche – nicht nur in hippen Start-ups. Um mit weniger Arbeit trotzdem erfolgreich zu sein, kommt es vor allem auf eine Sache an.« […]

»Ist Teilzeit Frauensache? Noch!

In den Buchläden tauchen immer mehr Bücher zum Thema auf. Die titeln dann “Die Drei-Tage-Woche” , “Halbe Arbeit – ganzes Leben” oder “Post Work” vom Aktivisten Tobi Rosswog, der sogar über eine “Gesellschaft jenseits der Arbeit” philosophiert. Der US-amerikanische Ethnologe David Graeber landete mit seinem Buch “Bullshit Jobs” über unnütze Berufe auch hierzulande einen Bestseller. Auch er schlägt vor, die Wochenarbeitszeit massiv zu reduzieren.

Wie vielfältig die Lösungen aussehen können, beschreibt ZDF-Redakteur Axel Mengewein in seinem Buch “Halbe Arbeit – ganzes Leben”. Ganze 19 Teilzeitvarianten stellt er darin vor. Ein einziges Modell für alle ist seiner Meinung nach keine Lösung: “Ich finde, dass jeder für sich selbst herausfinden muss, welches Modell für ihn am besten passt.”

Er selbst arbeitet derzeit drei Wochen voll und hat dann eine Woche frei. Das entspricht etwa einer 80-Prozent-Stelle. Axel Mengewein ist überzeugt, dass in Zukunft mehr Menschen seinem Beispiel folgen und in einer für sie stimmigen Form der Teilzeit arbeiten werden.

Teilzeit liegt europaweit im Trend. Ich glaube, das liegt daran, dass sich die Einstellung zur Teilzeit geändert hat. Früher sahen viele Teilzeit hauptsächlich als ein Modell für Mütter an, heute ist auch ein Zuwachs bei Männern festzustellen, die die Vorteile von weniger arbeiten und mehr leben schätzen gelernt haben.« […]

Vollständiger Artikelt hier bei huffingtonpost.de

 

Interview Echtzeitblog vom 06. Dezember 2018

»Niemand muss mehr als 50 Prozent arbeiten«

Echtzeitblog Gegenwartsblog
Echtzeitblog.com 6. Dezember 2018

»Viele Menschen würden gerne weniger arbeiten. Buchautor und ZDF-Redakteur Axel Mengewein ist seit Langem in Teilzeit. Im Interview verrät er, wie es geht.

Herr Mengewein, woher kommt der Wunsch vieler Menschen nach einer Reduzierung der Arbeitszeit?

Axel Mengewein: Teilzeit liegt europaweit im Trend. Ich glaube, das liegt daran, dass sich die Einstellung zur Teilzeit geändert hat. Früher sahen viele Teilzeit hauptsächlich als ein Modell für Mütter an, heute ist auch ein Zuwachs bei Männern festzustellen, die die Vorteile von weniger arbeiten und mehr leben schätzen gelernt haben. Teilzeit ist ein völlig legaler Weg, sich Zeit für Dinge zu nehmen, die einem wichtig erscheinen. Wir müssen nur Teilzeit neu denken lernen und uns trauen, uns Zeit für uns selbst zu nehmen. Mit der neuen Brückenteilzeit wird sich der Trend hierzulande sicher noch einmal deutlich verstärken.

Warum ist bei Ihnen der Wunsch nach weniger Arbeit entstanden?
Bei mir gab es mehrere Impulse, die mich dazu motiviert haben, Teilzeit zu arbeiten. Erst war es eine berufliche Weiterbildung, dann wollte ich mich um meine Mutter kümmern, später die Verwirklichung lang ersehnter Träume, wie eine Weltreise zu machen, den schwarzen Gürtel in Taekwondo und ein Buch zu schreiben.

Für welches Teilzeit-Modell haben Sie sich entschieden?
Aktuell arbeite ich in dem Modell drei Wochen arbeiten, eine Woche frei. Das sind rund 80 Prozent. Das ist mein Lieblingsmodell. Wenn man an die Teilzeitwoche noch die rund 25 Tage Urlaub dranhängt, entspannt sich das Leben schon enorm. Der Monat hat 30 Tage, aber man arbeitet nur an 15 Tagen. Fühlt sich an wie 50 Prozent, man bekommt aber 80 Prozent des Gehalts. Ab 2020 habe ich die Option, wieder Vollzeit zu arbeiten, denn ich habe in den Teilzeitanträgen immer ein Enddatum vereinbart. Das ist wichtig, wenn man irgendwann einmal wieder 100 Prozent arbeiten möchte.

Als Minimalist auf Weltreise

Haben Sie auch andere Modelle getestet?
Ja, zuvor habe ich das Modell mit zwei Wochen Arbeiten, zwei Wochen frei gelebt, um die Welt zu umrunden. Um die vielen Sprünge in ferne Länder zu finanzieren, habe ich meine Wohnform in Deutschland gekündigt und mich für diese Phase zum Minimalist entwickelt. Das war zugegebenermaßen schon extrem, aber die Erfüllung meiner Wünsche war es mir wert. Die Vier-Tage-Woche habe ich für eine berufliche Weiterbildung genutzt, um an der Uni in Dortmund meinen Doktor zu machen. Leider ist mir damals der Teilzeit-Trojaner zum Verhängnis geworden, weshalb ich die Promotion nie abgeschlossen habe.

Der Teilzeit-Trojaner?
Damit ist gemeint, dass man das gleiche Pensum in kürzerer Zeit und für weniger Geld erledigt.

Wie klappt es heute?
Ich habe das Glück, dass mir mein Arbeitgeber Teilzeit ermöglicht, wofür ich sehr dankbar bin. Ich ärgere mich nur, dass ich nicht schon viel früher auf die Idee gekommen bin. Anfangs habe ich mir auch alle nötigen Informationen zur Teilzeit an unterschiedlichen Stellen zusammen suchen müssen. Jetzt möchte ich auch andere Menschen dazu motivieren, Teilzeit zu arbeiten und eine ausgeglichene Work-Life-Balance zu haben. Deshalb habe ich alles Wissenswerte zum Thema recherchiert und in das Buch gepackt. Aktuelle Entwicklungen wie Meldungen, Gesetze, Urteile sammle ich auf meinem Teilzeitblog unter www.halbearbeitganzesleben.de

“Teilzeitarbeiter sind besser organisiert, produktiver und melden sich weniger krank”

Welche Konsequenzen spüren Sie im Job durch die verringerte Arbeitszeit?
Teilzeitarbeiter sind besser organisiert, produktiver und melden sich weniger krank. Die Vorteile sind bei allen Beteiligten positiv spürbar. Sobald man Teilzeit macht, leistet man freiwillig keine unbezahlten Überstunden mehr, weil sowohl die Personalabteilung als auch man selbst auf die reduzierten Wochenarbeitsstunden achten. Natürlich ist man durch Teilzeit in einer Firma weniger sichtbar, aber auch hierfür gibt es Lösungen, die funktionieren.« […]

Den vollständigen Artikel hier im Echtzeitblog.com

Interview in Perspective Daily vom 04. Dezember 2018

»Weniger arbeiten will doch jeder. Bekommen wir schon bald die Chance dazu?

Immer mehr Menschen hinterfragen die 40-Stunden-Woche – nicht nur in hippen Start-ups. Um mit weniger Arbeit trotzdem erfolgreich zu sein, kommt es vor allem auf eine Sache an.« […]

»Ist Teilzeit Frauensache? – Noch!«

perspective-daily.de Dein Kompass durch die tägliche Informationsflut
perspective-daily.de Dein Kompass durch die tägliche Informationsflut Twitter: @PDmedien

Augsburg Journal Dezember-Ausgabe 2018

»Halbe Arbeit

BUCH zur neuen Teilzeit«

Augsburg Journal Dezember
Augsburg Journal Dezember-Ausgabe 2018, S. 88

»Mit der neuen Brückenteilzeit, die ab 2019 gilt, war es noch nie so einfach, Teilzeit einfach mal zu testen. Ein bis fünf Jahre lang weniger arbeiten und dann wieder zurück in die Vollzeit gehen. Voraussetzung dafür sind sechs Monate Firmenzugehörigkeit. Ab 45 Mitarbeiter im Betrieb gilt das Gesetz eingeschränkt, ab 200 unbegrenzt.

Der gebürtige Augsburger Axel Mengewein (Foto) hat passend dazu ein Buch geschrieben. „Halbe Arbeit – Ganzes Leben. Arbeite so wenig, wie du willst. Das Teilzeit-Manifest“ heißt es. Seit 20 Jahren arbeitet er als Redakteur beim ZDF, und das in letzter Zeit in Teilzeit. Da bleiben dann eben mehr Stunden übrig, um ein Buch zu schreiben, das kürzlich im Ariston Verlag erschienen ist.

Die Zeit sei reif für Teilzeit. „Jeder darf heute mit Teilzeit so wenig arbeiten, wie er möchte. Ich „,so sagt Mengewein, „zeige, wie man es erfolgreich umsetzt und lebe das, was ich schreibe seit Jahren!“. Der Autor ist dankbar, dass das ZDF seinen Mitarbeitern viele verschiedene Teilzeitformen anbietet. Kollegen, die selbst Teilzeit nutzen, „sehen meine Teilzeit-Phasen sympathischer“, andere, die noch „Vollzeit plus Überstunden“ arbeiten, sehen das schon mal kritischer.

Augsburg Journal Dezember
Augsburg Journal 12/2018, Cover

Und was ist in wenigen Worten zusammengefasst, der Tipp beziehungsweise der Inhalt von Mengewein Buch: „Es ist ein Ratgeber, ein Motivationsbuch und eine Anleitung, wie man mehr Zeit gewinnt, Lebensqualität steigert und sich vielleicht auch noch mal aus der Teilzeit heraus selbständig macht.“ kleo «

AugsburgJournalLogo
Augsburg-Journal.de

Gastbeitrag für „Die Ratgeber“ vom 23. November 2018

»Jeder sollte Teilzeit arbeiten!«

Die Ratgeber
Die Ratgeber – Fakten, Trends und Themen aus der Arbeitswelt. www.die-ratgeber.info

»Teilzeit liegt im Trend und das nicht ohne Grund: Schon ab fünf Prozent Reduzierung greift ein Hebel, der aus fünf erstaunliche 25 Prozent Freizeitgewinn macht! Wie das funktioniert, weiß Axel Mengewein.

Bereits bei einer fünfprozentigen Teilzeitvereinbarung mit Ihrem Arbeitgeber gewinnen Sie 25 Prozent mehr Freizeit. Ein Grund für diesen Freizeiteffekt ist, dass Sie selbst und die Personalabteilung vermehrt auf die reduzierten Dienstzeiten achten und deshalb keine unbezahlten Überstunden mehr leisten. Die „Arbeitsplatzerhaltungsenergie“ reduziert sich, sobald Sie sich quasi gesund geschrumpft haben. Das ist die Zeit und Energie, die Sie beispielsweise für die Fahrten ins Büro benötigen. Und auch wenn fünf Prozent weniger zu arbeiten erst mal nur zwei Stunden pro Woche bedeuten, rechnerisch ergeben diese zwei Stunden elf zusätzliche freie Tage im Jahr. Zu beachten ist dabei, dass sich die Anzahl der Urlaubstage anteilig reduziert.

Bereits ab zehn Prozent Teilzeit können Pendler, « […]

Vollständiger Beitrag hier:
https://die-ratgeber.info/arbeit/jeder-sollte-teilzeit-arbeiten/

O-Ton in der SWR3-Morningshow vom 5. November 2018

Wortbeitrag in der Frühsendung des SWR3 zum Thema Teilzeit

Den ganzen Morgen am Montag, den 5. November 2018, hatte sich die Frühsendung im SWR3 mit dem Thema Teilzeit beschäftigt.

Kurz nach 8 Uhr wurde in einem längeren Beitrag von 2:28 Minuten mit mehreren Wortmeldungen auch meine kurze Sprachnachricht bei circa Minute 2:00 gesendet:

„Also ich mache seit Jahren viele Teilzeitmodelle, mein Lieblingsmodell sind 3-Wochen-Arbeiten-1-Woche-Frei, das sind so 80 Prozent. Und Netto spührt man das fast gar nicht. Ich kann Teilzeit wirklich nur jedem empfehlen. Es macht richtig Spaß!“

 

Den kompletten Beitrag von 2:28 Minuten hier.

Interview mit WirtschaftsWoche vom 22. Oktober 2018

„Ich kann nur jedem empfehlen, in Teilzeit zu arbeiten“

Wirtschaftswoche
Bild: Getty Images Wirtschaftswoche 22. Oktober 2018

Warum lohnt sich Teilzeitarbeit? Welche Fallstricke lauern bei der Stundenreduzierung? Und was bedeutet Teilzeit für die eigene Karriere? Das erklärt der Fernsehredakteur und Buchautor Axel Mengewein im Interview.

WirtschaftsWoche (WiWo): Herr Mengewein, halten manche Menschen Sie für faul?
Mengewein: Faul nicht unbedingt. Aber die Meinungen über Teilzeit gehen schon sehr weit auseinander. Wer selbst Stunden reduziert, schätzt die Freiheiten. Wer in der Vollzeit-Tretmühle steckt, steht dem kritischer gegenüber.

Wiwo: Der Untertitel Ihres neuen Buches „Halbe Arbeit – Ganzes Leben“ lautet: Arbeite so wenig, wie du willst. Da könnte man schon auf die Idee kommen, Sie machen sich einen schönen Lenz.
Mengewein: Ich mache in der gewonnenen Zeit ja andere Dinge. Zum Beispiel habe ich dieses Buch geschrieben. Das bedeutete viel Arbeit. Ich bin Taekwondo-Meister geworden, was viel Fleiß erfordert. Sehen Sie, ich bin nicht dem Teilzeit-Müßiggang verfallen, den man ja aus dem Urlaub kennt und der nachweislich träge macht. Ich kann nur jedem empfehlen, in Teilzeit zu arbeiten. Dabei entdecken Sie ungeahnte Talente. Denn wenn Sie Vollzeit arbeiten, haben Sie gar keine Zeit zu hinterfragen, was Ihnen noch Spaß machen könnte.

Wiwo: Wie hat sich ihr Leben verändert, seitdem Sie in Teilzeit arbeiten?
Mengewein: Mit der Liebe läuft es besser. Ich habe über zehn Jahre viel gearbeitet und war immer fürs Unternehmen da – auch am Wochenende, an Feiertagen und in Randzeiten. Jetzt habe ich eine tolle Partnerschaft, die ich auch pflegen kann. Außerdem bin ich deutlich fitter, als ich mir das jemals erträumt habe. Ich laufe sogar Marathon. Diese Art zu leben, macht mich zufriedener.

Wiwo: Das hört sich erst mal gut an. Aber es war sicherlich auch nicht immer leicht. Wie hat etwa Ihr berufliches Umfeld reagiert, als Sie Teilzeit anmeldeten?
Mengewein: Es war ungewöhnlich, dass ein Mann freiwillig Stunden reduziert. Meine erste Teilzeit habe ich beantragt, weil ich an der Uni Dortmund meine Promotion in Journalistik machen wollte. Das fanden alle ganz toll und irgendwie spannend. Als ich das zweite Mal reduziert habe, habe ich das gemacht, weil es meiner Mutter nicht gut ging und ich mehr Zeit mit ihr verbringen wollte. Da habe ich angefangen drei Wochen zu arbeiten und dann eine Woche frei zu machen. Das kam dann schon weniger gut an.

Wiwo: Warum?
Mengewein: Ich war damals leitender Redakteur. Und wie das nun mal so ist, reduziert man bei einer 80-Prozent-Stelle ja nicht nur 20 Prozent – von 100 auf 80 Prozent. Sondern eher um 40 Prozent, weil man vorher 120 Prozent gearbeitet hat. Vollzeit plus Überstunden. Das müssen andere dann auffangen.

Wiwo: Was wäre Ihrer Meinung nach eine Lösung für dieses Problem?
Mengewein: Führungstandems. Ich verstehe wirklich nicht, warum sich immer noch so selten Menschen eine Führungsposition teilen. Und die neue Brückenteilzeit, die von der großen Koalition ab 2019 eingeführt wird, ist ein weiterer wichtiger Schritt. Dabei können die Mitarbeiter bis zu fünf Jahre in Teilzeit gehen und haben danach ein Anrecht, in Vollzeit zurückzukehren. Das reduziert die Angst vor der Teilzeitfalle und führt zu einer größeren gesellschaftlichen Akzeptanz.

Wiwo: Müssen Sie sich heute noch rechtfertigen für Ihren Teilzeitjob?
Mengewein: Es wird nach wie vor hinterfragt. Kommst du mit dem Geld klar? Was ist mit deiner Rente? Hast du überhaupt noch Chancen auf eine Beförderung? Arbeitest du je wieder Vollzeit? Solchen kritischen Fragen muss ich mich schon stellen.

Wiwo: Das sind ja auch berechtigte Fragen. Welche Abstriche müssen Sie denn machen?
Mengewein: Finanziell sind die Einbußen tatsächlich deutlich weniger, als man so denkt. Das Brutto schrumpft zwar deutlich, aber netto macht es meist gar nicht so viel aus. Wenn man dann ein bisschen auf die Kosten achtet, passt das immer noch sehr gut. Gerade bei den vollzeitnahen Teilzeitmodellen, bei denen man weniger als 20 Prozent reduziert.

Wiwo: Wie kann das sein?
Mengewein: Erst mal zahlen Sie natürlich weniger Steuern. Und dann nehmen Sie zum Beispiel einen Pendler, der jeden Tag 150 Kilometer fährt. Wenn er die Strecke nur noch viermal pro Woche fährt, spart er deutlich. Weil er weniger Sprit verbraucht und die Verschleißkosten am Auto niedriger sind.

Wiwo: Viele Leute haben auch Angst vor dem Karriereknick. Auch alles nur halb so schlimm?
Mengewein: Das kommt stark darauf an, wo man arbeitet. Für mein Buch habe ich tolle Beispiele gefunden, in denen das nicht der Fall war. Bei SAP etwa gibt es ein extra Modell, in dem Leute in Teilzeit Führungspositionen übernehmen können. Insgesamt kann man sagen, je hierarchischer und konventioneller ein Unternehmen organisiert ist, um so schwieriger ist es trotz Teilzeit aufzusteigen.

Continue reading „Interview mit WirtschaftsWoche vom 22. Oktober 2018“

Buchmesse – Treffen mit Marion „Kleo“ Buk-Kluger

Bücher & Stars

Kleos Klatsch: Messe & Besuch bei Fantasy

Halbe Arbeit ganzes Leben. So lautet der Titel des ersten Buchs von Axel Mengewein. Klingt gut, nur halb so viel arbeiten und dafür mehr Lebenszeit genießen. Seit 20 Jahren arbeitet der Augsburger als Redakteur beim ZDF – zuletzt (passend zum Buchtitel) in Teilzeit. Da bleiben eben mehr Stunden übrig, um ein Buch (Ariston Verlag) zu schreiben, das er jetzt auf der Buchmesse in Frankfurt präsentierte (Halle 3.0/F20).

Sonntagspresse Gesamte Ausgabe Sonntagspresse (PDF 19 MB)

Axel Mengewein auf der Buchmesse Artikel Sonntagspresse
„Kleo“ trifft Buchautor Axel Mengewein auf der Buchmesse. Artikel in der Sonntagspresse vom 14. Oktober 2018

 

 

hr1 Hörfunkinterview vom 11. Oktober 2018

Vorstellung zur Buchmesse #fbm18

Detlef Gudig Bild © hr / Ben Knabe
Detlef Gudig Bild © hr / Ben Knabe

Anmoderation von Detlef Budig: Sagen Sie mal, wie oft haben Sie schon dran gedacht, weniger zu arbeiten? So nach dem Motto: Halbe Arbeit ganzes Leben? Arbeite so wenige, wie du willst? So heißt ein neues Buch von Axel Mengewein. Hallo Herr Mengewein!

Mengewein: Guten Tag Herr Budig, hallo!

hr1: Das klingt ja wunderbar! Ein Plädoyer für die Teilzeit. Ich sage mal so, wenn man es sich leisten kann, ist es ja gut?

Mengewein: Man muss bedenken, Netto ist das meist wesentlich weniger im Geldbeutel, als man denkt. Und ich plädiere im Buch dafür, dass man die Teilzeit einfach mal testet. Zum Beispiel mit nur 5 Prozent Teilzeit! Das sind im Monat bei einem Durchschnittsgehalt von 3.000  Euro um die 150 Euro weniger, und das kann sich fast jeder leisten.

hr1: Also Sie sagen, Herr Mengewein, Teilzeit ich bin davon ausgegangen dass Sie mit Teilzeit meinen Fiftyfifty – nein, Sie fangen bei 5 oder 10 Prozent weniger Arbeit an?

Mengewein: „Fiftyfifty“ geht natürlich auch! Das ist für Leute besonders gut, wenn man sich selbständig machen möchte. Also sich aus der Teilzeit heraus selbständig zu machen geht mit 50 Prozent super, aber für alle Anderen, ist zum Beispiel, wenn man Pendler ist, 10 Prozent sehr lukrativ, da hat man möglicherweise mehr im Geldbeutel, als wenn man Vollzeit arbeitet.

hr1: Was für weitere Vorteile hat es noch Ihr Modell?

Mengewein: Mein Lieblingsmodell ist zum Beispiel 3-Wochen-Arbeiten-1-Woche-Frei.

hr1: Klingt sehr schön.

Mengewein: Das sind ungeführ 20 Prozent weniger. Da hat man jeden Monat schon eine Woche frei. Plus ungefähr 4 bis 5 Wochen Urlaub. Wenn man das ein bißchen aneinanderhängt, hat man schon ein sehr entspanntes Leben. Und Zeit für die wichtigen Dinge für die Familie, die Freunde, für alles, was einem wichtig erscheint.

hr1: Ja, aber das klingt in der Theorie so einfach. Ich höre jetzt schon viele, die uns zuhören, die sagen, ja, der Herr Mengewein hat leicht reden, wie soll ich das den umsetzen? Zum Beispiel wie soll ich es meinem Chef sagen?

Mengewein: Ha! Es gibt eine hervorragende Studie, die besagt, dass Teilzeitarbeiter weniger krank sind und das gefällt wirklich jedem Chef. Außerdem sind Teilzeitarbeiter besser orgnaisiert und dadruch produktiver und auch motivierter. Also, jede Firma gewinnt folglich mit Teilzeitarbeitern!

h1 Logohr1: Ich habe das jetzt mal so mitgeschrieben für meinen nächsten Cheftermin, Herr Mengewein. Wunderbar! Ich finde die Haltung super. Ich sage es Ihnen ehrlich, am Anfang als ich den Titel gelesen habe von dem Buch, ach, was hat der Mengewein sich da jetzt zurechtgezimmert. Aber jelänger wir sprechen, desto mehr Sinn macht es, finde ich.

Mengewein: Ja, Teilzeit liegt auch im Trend, europaweit. Und schauen Sie mal, die Generation die heute 20 bis 30 Jahre alt sind, die denken ganz anders, die ticken anders. Es geht nicht mehr um Leistung, Leistung, Leistung. Das neue Prestige heißt „Zeit“!

hr1: Halbe Arbeit ganzes Leben. Arbeite so wenig, wie du willst. Das Teilzeit-Manifest von Axel Mengewein. Ihnen alles Gute, viel Spaß weiterhin bei der Teilzeit und herzlichen Dank.

Mengewein: Ich danke Ihnen!

Audio-Interview zum anhören.

Frankfurter Buchmesse #fbm18

Halbe Arbeit ganzes Leben. Arbeite so wenig, wie du willst. Das Teilzeit-Manifest

Halbe Arbeit - ganzes Leben
Buchvorstellung auf der Buchmesse in Frankfurt

Seit 22. Oktober 2018 ist das Buch im Handel und online erhältlich. Es war wirklich viel Arbeit, ein Buch zu schreiben. Mehr, als ich anfangs gedacht hatte.

Ich hatte zwar in meinen Teilzeit-Reisejahren mit 2-Wochen-Arbeiten-2-Wochen-Frei Tagebuch geführt, hatte deshalb viel Material angesammelt, was ich für das Manuskript verwenden konnte, aber gerade die inhaltlichen Abstimmungen mit dem Lektor und die Recherchen beispielsweise zu den Studien et cetera waren dann doch noch mal über ungefähr ein Jahr sehr intensiv.

Aber gut, nun ist das Werk auf dem Markt und ich freue mich auf Feedback. Ich hoffe, dass ich mit dem Buch vielen Menschen helfen kann, ihr eigenes Teilzeitvorhaben zu realsieren.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Viele Grüße,

Axel Mengewein